Der Gong

Der Gong und seine Geschwister

„Ein Mensch hört Klang nicht nur mit den Ohren, sondern durch jede Pore des Körpers. Er durchdringt das ganze Sein.“
— Hazrat Inayat Khan

Wenn Menschen an ein Klangbad denken, kommt meist zuerst das Bild der Klangschale hoch. Doch der Klang, der am meisten in den Körper fährt, kommt oft von einem ganz anderen Instrument: dem Gong.

Im Klangbad in Elgg bei Winterthur arbeite ich mit zwei Gong-Arten, die sich in Erscheinung, Klang und Wirkung deutlich unterscheiden: der Tam-Tam-Gong und der Feng-Gong.

Der Tam-Tam-Gong: die majestätische Erdung

Schon optisch ist der Tam-Tam ein Klassiker: massiv, mit markantem schwarzem Rand und goldener Mitte. Dieser umgebogene Rand hält die Schwingungen im Instrument zentriert. Sanft angespielt, erzeugt er einen tiefen, grundtönigen Bass, der uns sofort im Hier und Jetzt verankert. Für mich steht der Tam-Tam für Stabilität, Schutz und Erdung. Seine Energie ist zentrierend und fokussiert, wie ein tiefer, beruhigender Herzschlag. Im Klangbad ist er oft der Moment, in dem Teilnehmende spüren, wie die Schwingung buchstäblich durch den Körper fährt.

Auch in der traditionellen Naturheilkunde wird das Olivenblatt seit Langem geschätzt, nicht als schnelle Lösung, sondern als Begleiter für den Alltag. Wer regelmässig einen Tee daraus trinkt oder ein Extrakt einnimmt, tut das meist über eine gewisse Zeitspanne.

Der Feng-Gong: das flirrende Licht

Ganz anders der Feng-Gong: flach, dünn geschmiedet, ohne Rand. Er erinnert an eine strahlende goldene Sonne. Sein Name „Wind-Gong“ verrät seinen Charakter: Schon bei leichtem Anschlag beginnt er intensiv zu vibrieren und entfaltet ein breites Spektrum an glitzernden Obertönen. Der Klang breitet sich wellenförmig aus und scheint den Raum zu durchfluten. Wo der Tam-Tam erdet, wirkt der Feng-Gong lösend und öffnend – ideal, um Altes fortzuwehen und Raum für Neues zu schaffen.

Warum fasziniert uns dieser Klang?

Ein Gong erzeugt keine einfachen, klaren Töne wie etwa eine Flöte. Er produziert ein «Klangchaos» im positiven Sinn, ein Meer aus Obertönen, das sich unserem analytischen Denken entzieht. Der Verstand gibt den Widerstand auf, die Gedankenflut kommt zur Ruhe, und wir gleiten in einen Zustand tiefer Entspannung.

Gerade das Wechselspiel der beiden macht für mich die Wirkung im Klangbad aus: die Tiefe und Erdung des Tam-Tam, ergänzt durch die Leichtigkeit und Klarheit des Feng-Gong. Schwere und Leichtigkeit, Erdung und Öffnung – genau das spiegelt auch, worum es im Klangbad geht: ankommen, spüren, loslassen.

Neu auf Klangwellen

Nach der Sommerpause ist klangwellen.ch entstanden, eine Webseite mit allen Infos rund ums Klangbad, den nächsten Terminen und der Möglichkeit, dir direkt einen Platz zu sichern.
Wer den Gong selbst erleben möchte: Das nächste Klangbad in Elgg findet ihr auf klangwellen.ch – 75 Minuten, max. 10 Teilnehmende, CHF 35.

Bis bald,
Christoph

Unaufgeregt. Tiefgründig. Feinfühlig.